Kürzlich begegnete mir beim Check einer Website eine Weihnachtsgurke. Sofort blieb ich hängen und war interessiert. Du hast ja das Bild oben jetzt schon gesehen und weißt jetzt, was es ist. Eigentlich wollte ich es spannend machen und erst weiter unten ein Bild einfügen. Aber ohne Eye-Catcher verkaufen sich Blog-Artikel auch nicht.
Die Weihnachtsgurke ist also eine Weihnachtskugel in Gurkenform. Ganz hübsch, aber eignet sie sich zum Kassenschlager? Als Baumbehang gibt’s zwar inzwischen so ziemlich alles. Aber Gurken sind ja nicht so naheliegend und spielen maximal an Heilig Abend im Kartoffelsalat eine Rolle.

So entstehen Weihnachtstraditionen

Aber mit einer gute Story lässt sich ja fast alles vermarkten. Selbst Toilettenpapier verkauft sich ja bekanntlich mit saisonalen Motiven besser. Die Story, die hier verkauft wird, beruft sich auf die Tradition. Die wurde gefunden oder erfunden und geht in etwa so:

Der Recherche nach ist die Weihnachtsgurke aus Amerika rüber geschwappt. Dort hängt man also die Gurkenkugel an den Weihnachtsbaum. Am Heiligen Abend steht die Familie drumherum und sucht gemeinsam nach der Weihnachtsgurke. In einem grünen Baum dauert es also mehr oder weniger lange, bis sie gefunden ist. Der Finder darf entweder als erster seine Geschenke auspacken oder er bekommt ein extra Geschenk – je nach Auslegung des Brauchs.

Das Witzige dabei ist: in Amerika erzählt man sich, der Brauch komme aus Deutschland. Damit ist es ausreichend kurios, um dort zu gefallen. Und in Deutschland kennt den Brauch eigentlich niemand. Darum empfiehlt es sich die Geschichte andersrum zu erzählen. Wie es nun wirklich ist, weiß jetzt auch schon niemand mehr. Egal, die Aufmerksamkeit ist da.
Bei mir funktionieren solche Geschichten ja immer. Deshalb wird auch die Weihnachtsgurke bei uns am Baum hängen. Ein kleiner Spaß am Rande, weil ich generell Fan von Weihnachtstraditionen bin.

Geschichten verkaufen immer

Das es funktioniert, habe ich selbst ausprobiert. Auf dem Coburger Weihnachtsmarkt, wo ich die Gurke gekauft habe. Die Gurke schmückte den Stand und wahrscheinlich fiel sie nur mir sofort ins Auge. Während ich also kaufte, unterhielt ich mich mit meiner Begleiterin über die Geschichte (die sie übrigens auch nicht kannte) und weitere Kunden hörten zu. Am Ende gingen alle mit einer Weihnachtsgurke nach Hause. Gute Geschichten funktionieren beim Verkauf immer, weil sie Emotionen antriggern. Allerdings braucht es, neben dem guten Produkt und der guten Story noch etwas mehr. Nämlich Sichtbarkeit und damit Reichweite. Eben die üblichen Zutaten, die es für gute Umsätze braucht.

Funktioniert das auch für mein lokales Business?

Ich denke, ja! Mit ein wenig Kreativität (oder Unterstützung von Marketing-Experten) kannst du dieses Prinzip auch für dich, deine Produkte und Dienstleistungen nutzen.

Ein Beispiel: Du bist Friseurin. Ein Bedarf deiner Kunden mit langen Haaren ist es am Morgen eine schnelle Frisur zu zaubern. Damit mal Abwechslung ins ewige offen lassen oder in den klassischen Zopf kommt. Das ist übrigens wirklich ein echter Bedarf. Ich spreche gerade für mich.

Dann kannst überlegen, wie das am besten gehen kann. Vielleicht gibt es auch ein spezielles raffiniertes Trendprodukt, womit jeder Laie eine super Frisur zaubern kann. Die Frisur muss wirklich leicht gehen und das Ergebnis überzeugend sein, sodass ein „Ichwillauch“-Effekt entsteht.

Wenn du das gefunden hast, kannst du dazu ein qualitativ hochwertiges Video oder eine Bildanleitung erstellen. Je nach Strategie, postest du es dann auf allen Social Media Kanälen oder du bietest das ganz exklusiv nur über deinen Newsletter für deine Abonnenten an. Und machst auf deinen Social Media Kanälen nur Appetit.

Du erreichst damit mit zwei Dinge: Zum einen bist du eine Inspirationsquelle für deine Kunden und zeigst deine Kompetenz. Und zum anderen, zeigst du, dass du nah dran bist und die Bedürfnisse deiner Kunden verstehst. Mit eine bisschen Glück und wenn das Video eine gute Qualität hat, kannst du auch überregional richtig viel Sichtbarkeit erreichen und beispielsweise Provisionen über Affiliate-Marketing generieren. Letztlich zahlst du damit natürlich auch auf deine Marke ein.

Das ist nur ein Beispiel. Wenn du auch so eine „Marketing-Gurke“ oder nach anderen kreativen Marketing-Ideen suchst, oder du gerade über einen Kunden-Newsletter nachdenkst, dann lass dich gerne von mir beraten!

Und hier gibt’s die Weihnachtsgurke zu kaufen.