Suchst du nach einer neuen Möglichkeit, Menschen auf dein Unternehmen aufmerksam zu machen? Dann könnte Pinterest genau das richtige für dich sein. Das 2010 gegründete Unternehmen ist quasi eine virtuelle Pinnwand, auf der Nutzer Inspirationen, Tipps und Ideen auf verschiedenen Pinnwänden sammeln können. Durch seinen immensen Nutzerzuwachs war Pinterest 2014 das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk und verfügt heute über weltweit ca. 250 Millionen Nutzer.

Zunehmende Relevanz neben Google

Das soziale Netzwerk ist gleichzeitig auch eine visuelle Suchmaschine, bei der man in erster Linie nicht durch Texte, sondern durch Bilder Klicks erzeugt. Der Vorteil gegenüber einem Post auf Facebook oder Twitter ist deshalb, dass dein Bild häufiger immer wieder aufgerufen werden wird. Wo die Verbindung ist? Ganz einfach, andere Social Media Netzwerke arbeiten mit dem Timeline Konzept, Pinterest hingegen mit einer für Suchmaschinen üblichen Suchzeile.

Auch für dich als lokalen Dienstleister ist Pinterest die perfekte Möglichkeit, dein Angebot im Internet zu präsentieren. Du kannst dich einfach mit anderen Dienstleistern verknüpfen, wirkst technikaffin und präsent auf deine Kundschaft und kannst auch mit Menschen, die dich und deine Angebote noch nicht kennen in Kontakt kommen. Du kannst den Traffic zu deiner Webseite erhöhen und so noch effektiver deine Produkte und Angebote verkaufen.

Wenn du Pinterest schon privat nutzt, kennst du diese Vorteile wahrscheinlich schon. Allerdings nutzt du immer noch nicht das gesamte Spektrum an Möglichkeiten für dein Unternehmen, darauf hast du erst mit einem Business Profil Zugriff. Hier findest du eine einfache Step-by-Step Anleitung um dein Pinterest Profil ins Rollen zu bringen. Bereit? Los geht’s!

 

Schritt eins: Dein Profil erstellen

Als ersten Schritt, gehst du auf Pinterest und klickst auf “Unternehmenskonto einrichten”. Dann leitet dich Pinterest ganz einfach durch einen Anmeldeprozess, bis du schließlich auf deinem neuen, eigenen Konto bist. Hier geht es nun darum, dem noch leeren Konto, deinen persönlichen Flair zu verpassen. Profilbild, Name, Beschreibung, deine Location, alles muss da und auch stimmig sein. Achte darauf, dass dein Konto wieder zu erkennen ist und die Verknüpfung zu deiner Unternehmensseite/deiner Facebook Seite erkenntlich ist. Pinterest ist eine visuelle Plattform, hier geht es um Schönheit und die steckt eben im Detail. Denk daran, wenn du Profilbild usw. auswählst.

Während du dein Profil erstellst, musst du unbedingt daran denken, deine Webseite auf Pinterest zu verifizieren. Hier findest du eine genaue Anleitung dazu: https://help.pinterest.com/de/business/article/claim-your-website

 

Schritt zwei: Deine erste Pinnwand

Pinterest ist eine Community, deswegen musst du dich engagieren, um Traffic zu deiner Seite zu erzeugen. Überlege welches dein Thema ist. Welche Nische willst du zuerst in den Fokus nehmen? Bist du Friseurin und möchtest deine Fertigkeiten bei Hochsteckfrisuren zeigen? Oder bist du Florist und hast ein kreatives Angebot auf deiner Webseite in dem du einen Blumensteckkurs anbietest? Oder bist du Fotograf und hast einen Blogartikel über das Reinigen von Kameraobjektiven geschrieben? Egal wer du bist und was du tust, du kannst eine passende Pinnwand erstellen. Hier ist es wichtig, dass die Kategorie der Pinnwand weder zu grob noch zu spezifisch ist. Es gibt hunderte Pinnwände über Fotografie und bis jemand nach einer Pinnwand mit dem Titel “Reinigung einer EF 35mm f/2 IS USM” wird wohl einige Zeit vergehen. Eine Pinnwand zum Thema “Kamerapflege” hingegen ist genau in der Mitte – weder zu spezifisch noch zu allgemein. Auch die Pinnwand “Blumensträuße” ist keine Neuheit, aber die Pinnwand “Magnoliengestecke” wird für einige Zeit in der Versenkung verschwinden. Der Punkt ist klar: Lass dem Thema deiner Pinnwand Raum, aber mach sie auch spannend genug, damit jemand tatsächlich darauf klickt.

 

Schritt drei: Der erste Pin

Füge auf deiner Webseite oder deinem Blog das Pinterest Plugin hinzu. Das macht es dir einfacher deine eigenen Artikel auf Pinterest zu teilen. Ist das geschehen, kannst du zu deinem passenden Artikel oder Angebot gehen, für den du schon die Pinnwand erstellt hast. Nutze eines deiner mit dem Artikel hochgeladenen Bilder. Wie andere Webseiten nutzt auch Pinterest ein “Smart Feed”. Das heißt, dass Beiträge, die gewisse Voraussetzungen erfüllen, weiter oben erscheinen. Bilder auf Pinterest sollten hochqualitativ, ästhetisch und aussagekräftig sein. Außerdem von Vorteil sind hochkantige Bilder. Das Format 600 px mal 900 px ist ideal. Wenn du noch ein wenig Arbeit reinstecken möchtest, lohnt es sich, einen kurzen knackigen Text auf das Bild zu schreiben (nutze dafür am besten Canva). Klicke dann auf “Merken” oder “Pin it” und schon gelangst du zu Pinterest. Hier solltest du eine konkrete und kurze Beschreibung deines Pins einfügen. Worum geht’s? Was lernt der Kunde? Was ist der Mehrwert? Viel Text wird nicht angezeigt, also halt dich wirklich sehr kurz. Klicke dann auf deine zugehörige Pinnwand und auf “Merken” und schon ist dein erster Pin online!

 

Schritt 4: Eine aktive Pinnwand

Natürlich ist es mit einem Pin nicht getan. Pinne mehrere deiner Blogeinträge, erstelle mehrere Pinnwände. Suche auf Pinterest nach Pins, die in deine Sparte passen und pinne auch diese auf deinen Pinnwänden. Auf Pinterest geht es nicht darum, Pinnwände ausschließlich mit deinen Bildern zu füllen, sondern visuell ansprechende Seiten zu erstellen, auf denen ein Nutzer gern verweilt und sich so von Bild zu Bild hangelt – auch zu deinen eigenen. Um das Beispiel von vorhin wieder aufzugreifen: Suche auf Pinterest nach “Kamerapflege”, “Objektivreinigung” oder sogar “Kamerataschen” und pinne Bilder aus den Suchergebnissen auf deiner eigenen Pinnwand, aber nur, wenn sie wirklich passen und auch dich wirklich interessieren! Das Verhältnis von fremden und eigenen Bildern sollte eins zu zwei sein. Also sind ⅓ deine eigenen Bilder und ⅔ fremde Bilder.

Um aktiv zu sein lohnt es sich auch, auf andere Pins mit Likes und Kommentaren zu reagieren, so werden andere Nutzer auf dich aufmerksam.

Diese vier Schritte sind bereits die Basics eines gut funktionierenden Business Profils für dein Unternehmen. Kannst du sie in die Tat umsetzten? Probier es aus und lass dich nicht demotivieren, wenn etwas nicht sofort klappt. Bleib am Ball und hab Spaß dabei!

 

Foto von Vladyslav Dukhin von Pexels