Dein Unternehmen ist bei Pinterest verifiziert, die ersten Pins sind gepinnt und die ersten Pinnwände existieren auch schon auf deinem Profil? Dann wird es Zeit den nächsten Schritt zu wagen. Wenn du noch nicht an diesem Punkt angelangt bist, schau am besten bei meinem letzten Blogbeitrag über Pinterest vorbei. Hier soll es jetzt ein wenig in die Tiefe gehen. Diese Dinge sind allerdings keine Pflichten für jedermann, sondern nur Ergänzungen für die, die wirklich ihren Fokus noch mehr auf Pinterest setzen wollen und auch bereit sind extra Zeit zu investieren.

 

Ein extra Push für deinen Content – Rich Pins

Rich Pins – klingt ja erstmal vielversprechend, oder? Aber was steckt eigentlich genau dahinter? Letztendlich handelt es sich um einen normalen Pin aber er ist gehaltvoller, rich eben. Das passiert dadurch, dass er zusätzliche Informationen anzeigt, die zum Bild gehören. Das ganze ist also mehr als eine bloße Bildbeschreibung, da die Informationen im Pin direkt von der verlinkten Webseite stammen. Das bedeutet auch, dass sobald sich auf der Webseite etwas ändert, der Textinhalt des Pins automatisch geändert wird.

Rich Pins gibt es für verschiedene Bereiche: Produkte, Rezepte und Artikel. Bei Produkt Rich Pins werden automatisch Verfügbarkeit, aktueller Preis und die verkaufende Webseite angezeigt. Rezept Rich Pins können sogar über Mengenangaben, Zutaten, Zubereitung und Portionsgrößen informieren. Aber auch Artikel Rich Pins sind sehr praktisch: mit ihrer Hilfe bekommt man automatisch den Autor, den Titel und eine kurze Zusammenfassung des Artikels angezeigt.

 

Rich Pins – wie geht das?

Um hier den Rahmen nicht zu sprengen, werde ich mich bei der Erklärung nur auf WordPress beschränken. Wenn du einen Webentwickler für deine Webseite hast, kannst du ihm getrost diesen Link hier weiterreichen, damit er Rich Pins für dich implementieren kann: https://developers.pinterest.com/docs/rich-pins/overview/ .

Für WordPress Nutzer gestaltet sich das ganze ein wenig einfacher: Einfach das Yoast SEO PlugIn herunterladen und beim Reiter “Facebook” auf Open Graph Meta Data aktivieren klicken. Das war es schon fast mit dem technischen Setup. Als Zwischenschritt musst du einen Link zu einem deiner Blogartikel kopieren und beim Rich Pin Validator von Pinterest einfügen. Den Validator findest du hier: https://developers.pinterest.com/tools/url-debugger/

Wenn das geschafft ist gibst du nun die Adresse deiner Homepage im Validator ein und klickst  auf “Apply now”. Nach einer gewissen Zeit (eine Stunde bis mehrere Wochen) solltest du nun die Funktion “Rich Pins” nutzen können.

Wenn du nun also etwas auf deiner Webseite zum Verkauf anbietest oder auch nur über Preise online informieren möchtest, dies dann als Pin teilst und im Nachhinein den Preis auf deiner Webseite änderst, wird auch jedes Mal der bei Pinterest angezeigte Preis geändert.

 

Pinterest Analytics

Grundsätzlich ist die Idee bei Pinterest Analytics, dass du kontrollieren kannst, wie sich dein Pin so macht – wie gut er also ankommt. Dazu gehst zuerst auf Pinterest, klickst dann auf “Einstellungen” und wählst dann “Analytics” aus. Wenn du, wie in meinem ersten Artikel beschrieben, deinen Pinterest Account in ein Business Profil umgewandelt hast, solltest du nun zu einer anderen Seite weitergeleitet werden: der Pinterest Analytics Webseite. Hier erhältst du nun Überblick über alle möglichen analytischen Inhalte wie zum Beispiel monatliche Nutzerstatistiken, wie oft welcher Pin geteilt wurde und so weiter. Wenn du auf den oberen Kasten in der Mitte klickst, der “Your Audience” heißt, wirst du zu sehr spezifischen Informationen über deine Nutzer weitergeleitet. Hier kannst du einsehen, woher sie kommen, welche Sprache sie sprechen, welches Geschlecht sie haben und vieles mehr. Wenn du zur Seite “Impressions” gehst, kannst du sogar herausfinden, wie viele deiner Pins tatsächlich Nutzer zu deiner Webseite geleitet haben. Mit diesem Tool kannst du dir also einen super Überblick darüber verschaffen, ob du deinen zukünftigen Kunden das gibst, was sie wollen und sie tatsächlich auf deiner Webseite landen. Außerdem kann es dir dabei helfen herauszufinden, ob du tatsächlich deine Zielgruppe triffst oder überraschenderweise ganz andere Menschen als gedacht von deinen Produkten angezogen werden. Je nachdem, in welche Richtung du dann möchtest, kannst du an verschiedenen Stellschrauben drehen, um das zu optimieren.

 

Viel Mühe für lokale Unternehmer, lohnt sich das?

Auf den ersten Blick wirken die Sachen, die ich dir in diesem Artikel näher gebracht habe vielleicht viel, vielleicht sogar nicht der Mühe Wert für dein lokales Unternehmen. Aber das ist der falsche Ansatz. Wer mit Modernität und Freude an der Digitalisierung auftreten möchte, darf sich nicht von ein paar mehr Klicks auf Pinterest davon abhalten lassen. Denke daran, wie viele Kunden genau in deine Werkstatt kommen werden, weil sie die Preise online bereits auf Pinterest gesehen haben. Oder stell dir vor, wie zielgruppengenau du Werbung für deinen Reinigungsservice kostenlos über Pinterest erstellen kannst. Vielleicht überlegst du auch, ob du überhaupt die richtige Zielgruppe für dein Nagelstudio auf dem Schirm hast und wirst es mit Pinterest unglaublich einfach herausfinden. Also: Keine Angst und Mühen gescheut und raus in die Welt von Pinterest!

 

Photo by Bjorn Antonissen on Unsplash