Gibt es ein zu viel an Sichtbarkeit?

Dass es Sichtbarkeit braucht, ist für niemanden im Online Marketing mehr ein Geheimnis. Keiner muss mehr davon überzeugt werden, wie hilfreich es für das Unternehmen ist, sich auf Social Media gut zu präsentieren und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wer heutzutage nicht öfter mal etwas von sich hören lässt, geht schnell in der Masse der

Dienstleister oder Anbieter unter und gerät schnell aus dem  Blickfeld. Aber wie bei allen Themen kann man auch hier auf beiden Seiten vom Pferd fallen. Während der eine also alle drei Wochen etwas von sich hören lässt, überschwemmt der andere die Facebook Timeline seiner Follower täglich mit  mit Allerweltszitaten, Selfies und Produkten, die Wunder versprechen.  Vor allem nutzen viele für ihre geschäftlichen Zwecke ihr privates Profil, was zum einen von Facebook nicht gern gesehen wird, aber vor allem auch bei deinen “Facebook-Freunden” auf richtig Begeisterung stößt.

 

Der Anfang vom  Zuviel

Natürlich ist es nicht ganz einfach herauszufinden, wo hier das richtige Maß liegt. Dazu ein paar Denkanstöße:

Versetz dich in deine Kunden, deine Follower hinein. Wie oft sind sie tatsächlich an Neuigkeiten von dir interessiert? Einmal am Tag oder dreimal? Alle zwei Tage oder einmal die Woche? Je nachdem was du bewirbst, ändert sich das natürlich. Wenn du alle zwei Tage für immer das gleiche Angebot Werbung machst überflutest du sie mit Informationen, die sie schon längst haben. Vor allem, wenn es dabei eigentlich nur um deinen persönlichen Kosmos geht oder du nur Andeutungen machst.

Dennoch ist ein Post alle 1-2 Tage für die meisten Unternehmen, die online wachsen wollen optimal – allerdings nur, wenn du tatsächlich etwas wertvolles für deine potentiellen Kunden beizutragen hast. Liefere den Abonnenten deiner Seite einen nützlichen Mehrwert und sei auf deinem Facebook-Profil doch lieber privat statt penetrant. Ich garantiere dir, dass das einen größeren Effekt erzielt, wenn du hier die Strategie änderst und mehr von dir persönlich aus dem echten Leben zeigst. Dann spricht auch nichts dagegen, wenn du hin und wieder mal für etwas geschäftliches Werbung machst.

Von sichtbar zu unsichtbar

Die Folgen können gravierend sein – ironischerweise gerade für deine Sichtbarkeit. Wenn du deine Follower mit Posts überflutest beschwörst du quasi eine Inflation – deine Posts sind ideell gesehen weniger wert. Deine Freunde sind genervt und die wenigen Interessenten finden meist keinen Anknüpfungspunkt. Mit der Zeit werden sie  deinen Input nicht mehr als etwas besonderes, außergewöhnliches wahrnehmen, sondern als etwas alltägliches. Wenn du sie sogar genervt hast kann es passieren, dass sie einfach immer wenn sie deinen Namen sehen weiter scrollen, dich auf Snooze schalten oder sich entfreunden.. Im Endeffekt bedeutet das also, dass zu viel Sichtbarkeit immer zu weniger Einfluss, zu weniger Reichweite führt. Auch wenn du gerade durch die Nutzung deines privaten Profils auf genau das Gegenteil hoffst. Weniger, aber vor allem das Richtige, ist eben immer noch mehr und das gilt auch bei diesem Thema, weswegen die Rechnung “mehr Sichtbarkeit = mehr Reichweite = mehr Gewinn” so auf keinen Fall aufgeht.

 

So kommst du aus der Unsichtbarfalle!

Aber wie findest du nun das Gleichgewicht? Wie entscheidest du, was, wann und wie viel gepostet wird? Beantworte dir selbst ehrlich die folgenden Fragen und du weißt schon, was zu tun ist:

  1. Ist dieser Post relevant für das was du repräsentieren und verkaufen möchtest? Ist es für deine Kunden interessant? Schaue immer mit der Kundenbrille!
  2. Welchen Unternehmern folgst du gern und wie häufig teilen sie etwas auf ihre Facebook-Seite und vor allem was teilen sie auf ihrem privaten Profil?
  3. Postest du gerade etwas um des Postens Willen oder weil du an den tatsächlichen Mehrwert glaubst?
  4. Hast du eine Strategie, wegen der du genau jetzt genau das posten möchtest?
  5. Beinhaltet der Post etwas neues, wichtiges, interessantes oder postest du schon das dritte Mal quasi den gleichen Inhalt?

Beantworte die Fragen ehrlich und hab keine Angst vor einer erschreckenden Antwort. Sieh es so: Wenn du dir selber ehrlich sagen kannst, dass du es mit der Sichtbarkeit übertrieben hast, bist du schon einen ganzen Schritt weiter als die Konkurrenz und kannst nun deinen Social Media Auftritt in erfolgreichere Bahnen lenken.

Vor allem aber gehe hier wirklich planvoll vor, überlege dir deine Ziele genau und leite daraus einen Plan ab, der dir hilft diese zu erreichen. Schaffe nützliche Post-Formate von denen deine Kunden und Interessenten profitieren. Damit sparst du auch noch jede Menge Zeit.

Wenn du Unterstützung dafür brauchst, dann melde dich gerne bei mir zu einem kostenlosen Strategiegespräch oder buche den Sichtbarkeits-Check. Ich decke darin, mindestens drei Potentiale auf, die du direkt für dich nutzen kannst, um wirklich neue Kunden zu gewinnen.