Meine Kollegin Margarita Misheva von Onlinepodium hat mich das kürzlich gefragt, wie lokal und digital zusammen gehen können und ob das nicht eigentlich ein Widerspruch ist. Hier gibt es noch mal die wichtigsten Punkte des Interviews als Zusammenfassung.

Lokal kennt man, digital auch. Aber zusammen? Geht das? Klar! Heutzutage gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten sich digital zu präsentieren, dass es ein großer Fehler sein kann, sich als lokaler Dienstleister per Flyer und Co. auf traditionellem Wege zu vermarkten. Deshalb mein ganz klarer Tipp: Denke digital und beziehe die großartigen Möglichkeiten in deine Marketingstrategie mit ein!

Ich persönlich habe während meiner Zeit in großen Unternehmen gemerkt, dass es unglaublich viele technische Möglichkeiten gibt, die genutzt werden können. Alles, was man sich denken kann, gibt es schon oder lässt sich erstellen. Das ist toll und davon profitieren wir alle! Ich habe allerdings auch gemerkt, dass kleine Unternehmen oft außen vor sind und von diesen Neuerungen häufig nichts mitbekommen bzw. der Bezug zum eigenen Business fehlt. Wie du digitale Optionen für dich als lokales Geschäft nutzen kannst, erfährst du jetzt an einigen Beispielen.

Termine buchen leicht gemacht!

Ein Beispiel dafür ist die Online-Terminbuchung. Besonders Dienstleister, wie etwa Friseure, Kosmetiker und Therapeuten könnten dieses Tool nutzen, um unter anderem Neukunden zu gewinnen. Es gibt Kunden, die gezielt danach suchen, um nicht lange für den passenden umher telefonieren zu müssen. So können deine Kunden ganz einfach auf die Webseite gehen, einen Termin eintragen und das zu jeder Zeit, Tag und Nacht.

Gutscheine digital sofort verfügbar machen!

Auch Gutscheine sind ein geläufiges Beispiel. Gerade wenn man schnell ein Geschenk braucht und nur eben einen Gutschein ausdrucken will, bieten viele lokale kleine Unternehmen immer noch lediglich Gutscheine im Laden an. Einfacher und zeitsparender für den Kunden ist es, diesen Gutschein online auszuwählen, mit PayPal zu bezahlen und nach 5 Minuten fertig zu sein. Dann ist es wirklich ein Mehrwert für deine Kunden und bringt dir Umsatz über Nacht.

Werkstattkunden behalten!

Auch Werkstätten könnten anbieten, einfach schon am Anfang des Jahres beide Termine für den Reifenwechsel per E-Mail an ihre Kunden raus schicken. So stellen sie sicher, dass die Kunden bei der gleichen Werkstatt bleiben und anderen davon erzählen, wie einfach und praktisch diese eine Werkstatt ist.

Am Ende geht es bei all diesen Beispiel darum, dem Kunden und dem Unternehmen Zeit zu sparen, Prozesse zu vereinfachen und noch wichtiger: Die Kunden mit Services an sich zu binden!

Der passende Online-Auftritt.

Zu der Digitalisierung gehört natürlich auch der passende Online-Auftritt, bestehend aus Facebook, Google, Instagram und Newsletter. Dabei muss aber bedacht werden, dass es sich dabei um ein Stufenmodell handelt. Niemandem ist geholfen, wenn hier und dort ein paar Sachen schnell und zusammenhanglos verändert werden. Beispielsweise braucht man keine Werbung zu schalten, wenn das Angebot noch gar nicht klar ist, wenn die Preise noch verändert werden sollen und so weiter. Fang am besten bei den Basics an und arbeite dich dann weiter. Die Webseite ist dein Aushängeschild – hier muss alles top sein, auch vom Handy aus. Von da aus kannst du auf Google übergehen, an ein paar Rädchen drehen, um deine Sichtbarkeit zu erhöhen. Deinen Google My Business Eintrag anlegen oder mit Leben füllen, damit du auf Google präsenter wirst. Gehe schrittweise vor und baue alles nach und nach auf. Du brauchst nicht von Anfang an alles auf einmal, denn ein halbherzig zusammengestelltes Instagram Profil kombiniert mit einer nichts aussagenden Facebook-Seite beeindruckt niemanden. Lege deine Zielgruppe fest und überlege ganz genau, wie du diese erreichen kannst. Wo hält sie sich auf? Überlege dir, was deine Kunden brauchen, wonach sie suchen, wobei sie Hilfe brauchen, was sie interessiert. Welche Services kannst du ihnen bieten?

Sei du selbst!

Der große Unterschied gegenüber der traditionellen Werbung ist, dass du dich als Unternehmer gewissermaßen auch selbst vermarktest. Insbesondere bei Einzelunternehmerinnen geht nicht mehr nur ausschließlich um deine Produkte oder Dienstleistugen, sondern auch um dich als Person und um Emotionen. Dein Gesicht, deine Werte, deine Ausstrahlung werden zu einem persönlichen Aushängeschild der Firma – das schafft Nähe und Vertrauen bei den Kunden. Teile deswegen am besten hin und wieder deine Gedanken, Einblicke in dein Leben, in deinen Arbeitsalltag und vor allem: gib wertvolle Tipps, damit du als Expertin wahrgenommen werden kannst. Der Vorteil? Du kannst du selbst sein, zeigen was dich begeistert, machen was du gut kannst. Wenn du gern redest, dann drehe Videos oder sei live in Social Media präsent. Schreibst du lieber, dann führe einen Blog. Die Möglichkeiten sind schier endlos und dienen dir, dich ganz einzigartig und authentisch zu präsentieren, um Anknüpfungspunkte zu schaffen.

Kunden werben Kunden.

Diesen Slogan hast du bestimmt schon mal gehört, er deckt allerdings ein größeres Gebiet ab, als man zuerst denken könnte. Die Meinungen deiner Kunden sind goldwert – besonders, wenn sie Gutes von dir denken. Bitte unbedingt zufriedene Kunden eine Bewertung da zu lassen, egal ob auf Facebook oder Google, es lohnt sich auf jeden Fall. Durch viele gute Bewertungen wird dein Unternehmen bei der Suche auf Google beispielsweise immer weiter oben angezeigt werden, so dass noch mehr Neukunden bei dir landen werden. Hier geht es nicht nur um eine möglichst hohe Anzahl an Sternen, sondern besonders auch um inhaltsreiche, tiefgehende und realistische Bewertungen.

Netzwerke und Kooperationen aufbauen!

Neben einer hohen Präsenz auf den sozialen Medien gibt es noch einen wichtigen Faktor, der von vielen Unternehmern noch ungesehen ist: das Netzwerken. Noch nie war es so wichtig, als Kosmetikerin die Friseurinnen der Stadt, als Automechaniker die Lackierer der Stadt und als Blogger die Fotografen der Umgebung zu kennen. Hier kannst du richtig viel rausholen. Bau dir Netzwerke auf, tritt mit Leuten in Kontakt, deren Themen du spannend findest. Gehe Kooperationen ein, aus denen beide Parteien auf Social Media mit mehr Reichweite profitieren. Das kann bei geteilten Facebook Beiträgen anfangen, über einen Blogeintrag über das jeweilige andere Unternehmen gehen und vielleicht bei einem gemeinsamen Video enden. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt und jeder Beteiligte hat am Ende eine größere Reichweite, mehr Bekanntheit und ganz sicher einige neue Kunden.

 

Marketing ist kein Sprint, sondern ein Marathon!

Zu guter Letzt das wichtigste: Ausdauer zahlt sich aus! Verzweifle nicht, bloß weil sich nicht gleich eine riesige Community aufbaut oder dir noch nicht nach 2 Wochen Facebook-Posts die Türen eingerannt werden. Das alles braucht einen Plan, Zeit, Geduld und ist viel Arbeit. Rechne gut mit einem Jahr, um Veränderungen zu sehen. Arbeite beständig an einem Teil deines Auftritts, bis dieser wirklich Früchte zeigt. Schreibe zum Beispiel ein Jahr lang kontinuierlich Blogbeiträge und lass dich nicht davon einschüchtern, dass andere ein viel größeres Following und mehr Interaktionen haben – die machen das wahrscheinlich schon seit Jahren. Sieh es als etwas, was dir Freude bereiten kann, ein Weg, deinen Kunden eine Mehrwert zu bieten. Geh quasi in Vorleistung mit deiner Zeit, deinem Wissen um nach der Anfangsphase die Vorteile zu sehen.

Wenn du bei alle den Dingen nicht weiter kommst, oder noch ganz am Anfang stehst und nicht weißt, wo du am besten anfangen sollst, dann buche dir einen Termin mit mir. Kostenlos, aber unbezahlbar!

Lass uns uns kennen lernen und entspannt ausloten, was zu tun ist, damit du perfekt auf Kurs kommst.