Einfach eine Website basteln und schon können einen Kunden per Google finden? So einfach ist es leider nicht. Die meisten Menschen schauen sich nur die erste Seite der Suchergebnisse an. Wer dort mit seiner Website nicht auftaucht, hat Pech gehabt.

Gleichzeitig steigt die Konkurrenz im Internet stetig, täglich kommen Tausende neue Websites hinzu. Nicht alle können bei Google auf Seite 1 landen. Was tun? Hier kommen sieben einfache, schnell umsetzbare Tipps, wie Du Deine Website in Suchmaschinen Stück für Stück nach vorne bringst:

 

Sichtbarkeitstipp 1: Mach keine Wissenschaft aus der Suchmaschinenoptimierung!

Das Thema Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO) besteht aus unheimlich vielen Feinheiten. In den Marketing-Abteilungen großer Konzerne gibt es Menschen, die sich den ganzen Tag mit nichts anderem beschäftigen. Für kleinere Unternehmen und Selbstständige ist das schlicht nicht zu leisten.

Deshalb: Mach keine Wissenschaft aus SEO. Du kannst nicht in fünf Minuten lernen, wofür andere eine ganze Ausbildung, ein Studium oder jahrelange praktische Erfahrung brauchen. Und Du wirst es voraussichtlich niemals mit den ganz großen Zugpferden der Internetwelt (Amazon, Chefkoch, Mediamarkt … Du weißt schon) aufnehmen können. Das muss aber auch nicht sein. Achte auf zwei wichtige Grundlagen und Deine Website wird langfristig trotzdem sichtbarer werden:

  1. Suchmaschinen mögen, was Menschen mögen. Überlege Dir also immer, was Deine Kund*innen brauchen und liefere genau das. So wird Deine Website mit der Zeit automatisch besser gefunden.
  2. Bleib bei der Sache. SEO ist eine Maßnahme, die nur langfristig funktioniert. Erste Ergebnisse wirst Du erst nach Monaten sehen. Also lass Dich nicht entmutigen und arbeite kontinuierlich weiter an Deiner Seite, Schritt für Schritt und in Deinem Tempo.

 

Sichtbarkeitstipp 2: Trage Dein Unternehmen in Google My Business und andere Verzeichnisse ein!

Unternehmensverzeichnisse wie Google My Business, Yelp, Jameda oder Tripadvisor sind eine wahre Sichtbarkeitsrakete. Recherchiere, welche Verzeichnisse zu Deiner Branche passen (zum Beispiel, indem Du einfach „Branchenverzeichnis“ und Deinen Beruf bei Google eingibst) und trage Dein Unternehmen dort ein.

Für lokal agierende Unternehmen ist der Google My Business Eintrag ein Muss. Der Eintrag ist kostenlos und steigert Deine Chancen, bei Google auf Seite 1 angezeigt zu werden, erheblich. Wichtig ist, dass Du alle Felder vollständig ausfüllst und Deinen Eintrag regelmäßig pflegst. Worauf genau Du achten solltest, erfährst Du in diesem Artikel.

 

Sichtbarkeitstipp 3: Führe einen Blog!

„Ein Blog? Das ist viel zu viel Arbeit!“ denkst Du jetzt vielleicht. Und ja, Du hast recht: Regelmäßig Blogartikel zu schreiben, frisst Zeit. Aber es lohnt sich, denn ein Blog macht Deine Website viel besser auffindbar.

Google liebt Websites, auf denen regelmäßig neue Inhalte veröffentlicht werden. Ein gut gepflegter Blog wird von der Suchmaschine unter anderem deshalb honoriert. Außerdem steigert jeder einzelne Artikel Deine Chancen, von anderen Websites verlinkt zu werden – auch diese Links werden von Google belohnt. Ganz nebenbei zeigst Du Website-Besucher*innen, wie viel Du von Deinem Fach verstehst. Das macht Dich vertrauenswürdig.

 

Sichtbarkeitstipp 4: Optimiere die Bilder auf Deiner Website!

In der Bildersuche von Google weit vorne zu landen, ist viel einfacher als in der normalen Websuche. Das liegt daran, dass die Optimierung von Bildern auf Websites oft vernachlässigt wird. Ein Jammer, denn Bilder für Suchmaschinen aufzubereiten, ist ganz einfach und schnell erledigt.

Zunächst einmal: Reduziere die Größe Deiner Bilder. Sie sollten nicht größer als 200 kb sein, weil sie sonst die Ladezeit Deiner Website zu sehr beeinträchtigen. Zum Verkleinern kannst Du Tools wie tinypng (← Link zu https://tinypng.com/) nutzen.

Gib Deinen Bildern schon vor dem Hochladen einen aussagekräftigen Namen. Titel wie „IMG3858“ sind tabu. Schreibe lieber kurz, was auf dem Bild zu sehen ist. Am besten, Du verwendest dabei auch ein passendes Keyword. Was Keywords sind und wie Du die richtigen für Dich auswählst, kannst Du im hier verlinkten Artikel nachlesen.

Schreibe die Wörter im Bildnamen klein und trenne sie durch Bindestriche. Das kann zum Beispiel so aussehen:

texterin-jane-schmidt.png

Aus diesem Bildnamen setzt sich zum Schluss auch die URL des Bildes im Internet zusammen. Halte ihn also kurz und übersichtlich.

Im Backend Deiner Website kannst Du noch ein paar weitere Felder ausfüllen. Wichtig sind ganz besonders der Titel und das Alt-Tag (auch Alternativ-Tag, Alt-Text oder Alternativ-Text genannt, je nach System). Beide sollten nach Möglichkeit wieder Dein gewähltes Keyword enthalten. Formuliere im Titel noch mal prägnant, was auf dem Bild zu sehen ist.

Im Alt-Tag schreibst Du am besten einen einfachen Satz. Bitte beachte: Das Alt-Tag wird auf Deiner Website angezeigt, wenn das Bild aus irgendeinem Grund nicht geladen werden kann. Außerdem können sehbehinderte Menschen es sich vorlesen lassen. Stopfe das Alt-Tag also bitte nicht mit einer Ansammlung unzusammenhängener Stichworte voll.

Wenn du fertig bist, kann das in WordPress zum Beispiel so aussehen:

Jane Schmidt Texterin SEO-Berater Leipzig

 

Sichtbarkeitstipp 5: Nutze die Metadaten!

Auch die sogenannten Metadaten werden häufig vernachlässigt. Das bietet Dir große Chancen, an dieser Stelle zu punkten. Metadaten sind die Informationen, die in den Suchmaschinenergebnissen angezeigt werden:

Beatrix Creutzburg Digitale Beratung Online Marketing Dresden

Sie bestehen aus einer Überschrift, einer URL und einem kurzen Text. Du kannst diese Elemente im Backend Deiner Website selbst festlegen. In WordPress kannst Du dazu das Plugin Yoast SEO nutzen.

Optimalerweise enthalten die Metadaten wieder das von Dir gewählte Keyword. Achte zudem darauf, dass Überschrift und Text nicht zu lang sind. Sonst zeigt Google nicht alles an. In der Regel warnt Dich Dein System, wenn Du zu viel oder zu wenig geschrieben hast.

Füll die Metadaten unbedingt aus! Wenn Du es nicht tust, zieht Google sich selbst ein wildes Kauderwelsch von Deiner Website. Das sieht nicht schön aus und lädt auch nicht zum Anklicken ein. Und wenn bei Google niemand Deine Website anklickt, weil sie unseriös oder intransparent wirkt, nutzt Dir auch die beste Position in den Suchergebnissen nichts …

 

Sichtbarkeitstipp 6: Halte Deine URLs kurz!

Google präferiert kurze, aussagekräftige URLs. Schweife in der Adresszeile also nicht zu sehr aus. In diesem Artikel hier könnten wir zum Beispiel einfach die Überschrift als URL nehmen:

www.beatrixcreutzburg.de/7-tipps-fuer-deutlich-mehr-sichtbarkeit-bei-google.

Das wäre aber schon ziemlich lang. Besser ist:

www.beatrixcreutzburg.de/sichtbarkeit-bei-google.

Übrigens kannst Du Dein Keyword gern auch in der URL verwenden.

 

Sichtbarkeitstipp 7: Schreib so wie Deine Kund*innen sprechen!

Hör Deinen Kund*innen genau zu. Wie sprechen sie? Welche Begriffe fallen immer wieder, wenn sie mit Dir reden? Du kannst auch im Internet Orte aufsuchen, an denen sich Deine Kund*innen aufhalten – zum Beispiel Foren oder Facebook-Gruppen. Dort liest Du mit, über welche Themen sie sich unterhalten und welche Begrifflichkeiten sie dabei verwenden.

Wenn Du dann einen Text schreibst, verwendest Du genau die Wörter, die Deine Kund*innen auch sagen beziehungsweise schreiben. Denn das sind auch die Begriffe, die sie bei Google eingeben. Verzichte auf jeden Fall auf Fachbegriffe, die niemand außer Dir und Deinen Kolleg*innen versteht! Wichtige Texte kannst Du vor der Veröffentlichung auch einfach mal Lai*innen zum Probelesen geben. Nur wenn sie alles problemlos verstehen, solltest Du den Text so veröffentlichen.

 

Fazit: Sichtbarkeit bei Google bekommen die, die kontinuierlich auf Feinheiten achten

Vielleicht denkst Du jetzt, dass das alles ganz schön viel Aufwand ist. Ich kann Dir aber sagen: Wenn Du die hier vorgestellten SEO-Grundlagen ein paar Mal angewandt hast, gehen sie Dir ruckzuck von der Hand. Die Optimierung von Bildern dauert dann zum Beispiel nur noch zwei oder drei Minuten.

Egal, welche Tipps Du für Deine Website umsetzen möchtest: Suchmaschinenoptimierung braucht Zeit. Wirf die Tastatur nicht aus dem Fenster, wenn Du nicht sofort Ergebnisse siehst. Das ist normal! Wenn Du einfach immer weitermachst, wird sich Deine Mühe langfristig auszahlen.

 

Photo by Mason Wilkes on Unsplash

Das ist ein Gastartikel von Jane Schmidt.
Die Leipziger Texterin und SEO-Beraterin Jane Schmidt hilft Selbstständigen und kleinen Unternehmen, online authentisch sichtbar zu werden. Am liebsten betreibt sie maßgeschneidertes Online-Marketing für introvertierte, stille Frauen. Janes Motto lautet: „Sichtbar muss nicht laut heißen!“ Tipps für überzeugende Websites und Blogs sowie SEO-Tricks verrät sie auf ihrem Textdorado-Blog.

Jane Schmidt

Texterin und SEO-Beraterin, Textorado